KARL MAYBACH (1879-1960)
Der Vater der Maybach-Automobile und Motoren
| 1879 Karl Wilhelm Maybach wird am 6. Juli in Köln-Deutz geboren. 1896 Praktikum bei der Daimler-Motoren-Gesellschaft. 1897 Ausbildung zum Maschinenbauer bei der Maschinenfabrik Esslingen. 1900 Wechsel zur "Königlichen Baugewerkschule, Abteilung Maschinenbau" in Stuttgart. 1901 Maybach besteht die Diplomprüfung für Maschinentechniker mit der Gesamtnote "gut". Einstellung als Konstrukteur bei Ludwig Loewe & Co in Berlin, einem Industriekonzern für Maschinenbau und Waffen- und Munitionsherstellung. Nach sechs Monaten wird er Versuchsingenieur bei der Centralstelle für Wisssenschaftlich-Technische Untersuchungen in Potsdam. |
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1902
Studienzeit an den Universitäten in Lausanne und Oxford.
1903
Rückkehr nach Stuttgart und Tätigkeit als Konstrukteur und Versuchsingenieur bei der
Daimler-Motoren-Gesellschaft (DMG)
1906
Karl Maybach entwickelt bei der Société d'Atelier de Construction des Conté la Valette
in Paris seinen ersten Sechszylindermotor für einen Kraftwagen. Es folgte eine
Entwicklungszeit von Flug- und Kraftfahrzeugmotoren.
1909
Gründung der Luftfahrzeug-Motorenbau GmbH in Bissingen/Enz (Württemberg) durch seinen
Vater Wilhelm Maybach und Graf Ferdinand von Zeppelin. Karl Maybach übernimmt die
technische Leitung und beschäftigt sich mit der Konstruktion von Luftschiffmotoren.
1911
Das Zeppelin-Luftschiff LZ 10 "Schwaben" - erste Probefahrt am 26. Juni 1911 -
erhält drei Maybach-Motoren zu 145 PS.
1912
Das Zeppelin-Luftschiff LZ 11 "Viktoria Luise" führt am 14.2.1912 seine erste
Probefahrt durch, die "Viktoria Luise" ist mit drei Maybach-Motoren, Typ CX,
Sechszylinder in Reihe, 22,9 Liter, 210 PS/130 U/min., ausgerüstet. Von da ab fuhren alle
Zeppelin-Luftschiffe, mit Ausnahme der "Hindenburg" und "Graf Zeppelin
II" mit Maybach-Motoren.
1918
Die Gesellschaft wird in "Maybach-Motorenbau GmbH" umbenannt.
Nach dem Ersten Weltkrieg beginnt für den Maybach-Motorenbau eine Umstellung des
Betriebes, da Deutschland die Herstellung von Flug- und Luftschiffmotoren untersagt war.
Deshalb startet Maybach mit dem Automobilbau und führt unter anderem auch erste
Forschungen über Aerodynamik durch.
1919
Der erste Maybach-Versuchswagen W 1 entsteht.
1921
Auf der Berliner Automobilausstellung präsentiert Maybach sein erstes Fahrzeug, den Typ W
3.
1924
Die Technische Hochschule Stuttgart verleiht Karl Maybach den Titel eines Ehrendoktors.
1930
Maybach stellt den Typ "Zeppelin" mit Zwölfzylindermotor vor, die größte
deutsche Luxuslimousine.
1932
Der Schnelltriebwagen "Fliegender Hamburger" erreicht mit zwei
Maybach-Zwölfzylindermotoren eine Spitzengeschwindigkeit von 160 km/h.
1938
Während des Zweiten Weltkriegs muss Maybachs Firma Motoren für Panzer und Sturmboote
herstellen.
1941
Die Maybach-Automobilproduktion endet.
1945
Wiederaufbau des Werks in Friedrichshafen, zuerst als Reparaturwerkstatt für Automobile
aller Art.
1947-51
Die Familie Maybach lebt in Vernon. Maybach konstruiert einen 1000-PS-Motor für die
französische Regierung.
1951
Ein Neuanfang für den Bau von Maybach-Automobilen wird "angedacht".
Karl Maybach entschließt sich aber - hauptsächlich aus Kapitalmangel - darauf zu
verzichten.
1952
Karl Maybach zieht sich aus dem Unternehmen zurück.
1959
Ernennung zum Ehrenprofessor der Technischen Hochschule Stuttgart.
1960
Karl Maybach stirbt am 6. Februar in Friedrichshafen.