NACHKRIEGSKAROSSERIEN
Von verschiedenen Seiten wurde der Versuch unternommen, Maybach-Fahrgestelle -
durchweg SW 38 - nach dem Krieg mit einer neuen Karosserie zu versehen, die dem damaligen
Stil entsprach.
Einem Karosseriestil der aus den USA nach Europa kam.
Es ist interessant zu wissen, daß Fahrgestelle von der Firma Spohn in Ravensburg im
Auftrag des Werkes mit neuen Karosserien versehen wurden.
Andere Karosserien verdanken ihr Entstehen privaten Liebhabern oder der Initiative von
Karosseriefirmen.

| Pullman-Limousine auf Chassis-Nr. 1926 (Baujahr 1937), neue Karosserie von Spohn/Ravensburg 1950, im Auftrag der Maybach-Motorenwerke. Ausliefert an Dr. Oetker Bielefeld, später Deutsche Botschaft Großbritannien. Verwendet unter anderem für einen Staatsbesuch von Dr. Konrad Adenauer bei Königin Elizabeth II. |

| Pullman-Limousine, Karosserie von Spohn/Ravensburg, Chassis-Nr. 2269 (1939) bestellt im Auftrag der Maybach-Motorenwerke, dort lange Jahre als Direktions-Fahrzeug benutzt. |

| Limousine, gebaut von Spohn, Ravensburg 1957, im Auftrag von Karl Maybach persönlich, auf kurzem Chassis-Nr. 2131, Baujahr 1938. Lange Zeit stillgelegt im Mercedes Museumsdepot, im Auftrag von Professor Niefer an die MTU zurückgegeben, dort restauriert und heute wieder in Verwendung. |

Spohn-Karosserie (etwa 1950) auf SW 38, hergestellt in privatem Auftrag.

Spohn-Karosserie Baujahr vermutlich 1948, auf SW 38 - 4-türiges Cabriolet.
| 2-türiges Sport-Cabriolet von Wendler/Reutlingen, gebaut 1948 im Auftrag der Firma Eisenlohr auf kurzem Chassis, Baujahr 1939. |

| SW 38, Baujahr 1938, Chassis-Nr. 2006, 1949 nach einem Unfall mit einem neuen "Gesicht" versehen unter der Verwendung einer Frontmaske eines Buick, Baujahr 1950 und VW-Scheinwerfer. Der heutige Besitzer hat bewußt, um die Geschichte des Wagens zu dokumentieren, von einem Rückbau abgesehen. |